Eine kleine Lulla!

Wir haben einen neuen Lieblingsschnitt! Er ist von „Schnittgeflüster“ und heißt Lulla. Bei Facebook habe ich den Schnitt für Frauen, also die Lady-Lulla gewonnen, war aber vorher schon gedanklich immer um den Schnitt für Mädchen rumgeschlichen. Letztendlich kaufte ich ihn mir auch. Warum man nicht gleich bestellt, wenn man doch weiß, dass man irgendwann sowieso kaufen wird, bleibt mir ein Rätsel. Aber so ist es oft bei mir.

 

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Dann fand ich in meinem Lieblingsstoffladen in Stuttgart, dem Stoffmarkt-Stuttgart diesen bezaubernden Wollstoff mit den Vögeln. Die Farbe ist in Wirklichkeit viel schöner, als ich es jetzt im Winter auf den Bildern einfangen konnte. Jedenfalls steht diese Farbe der Anna sehr gut und ich wusste, dass das unsere erste Lulla wird.

Es folgten noch einige Kleider nach diesem Schnitt, aber dazu ein anderes Mal. Ich lasse die Bilder sprechen.

 

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Das Kleid ist vorne kürzer und sehr leger geschnitten, so dass die Bewegungsfreiheit absolut gewährleistet ist, wie man auf den Bildern erkenn kann. Nicht, dass ihr glaubt, die Anna könnte bei einem Fotoshooting nicht still stehen, das kann sie schon, sie zeigt Euch nur YOGA. In ihrem Kindergarten wird manchmal Yoga für Kinder angeboten und das führt sie gerade vor. falls jemand die Bezeichnung für die Verrenkungen kennt, sagt mir Bescheid. Außerdem zeigt sie Euch auch, dass sie, obwohl erst 2011 geboren, durchaus schon 6 Jahre alt ist und zur Schule geht.

Seit Weihnachten haben wir die Situation, dass Anna fest davon überzeugt ist, dass sie auch schon zur Schule geht. Erst haben wir darüber gelacht, aber es gab inzwischen schon einige Gegebenheiten, die durchaus eine Herausforderung darstellten.

So schenkte Julia ihr ein Mal einen Radiergummi, den Anna gleich in ihren Schulranzen tun wollte. Ihr ahnt vielleicht, dass unsere dreijährige Tochter natürlich keinen Schulranzen hat. Anna suchte ihn aber und wurde immer unglücklicher darüber, wer ihn wohl „verschlampert“ hätte. Julia brachte ihr sämtliche Taschen, Rucksäcke und sogar Tüten, die sie finden konnte. Anna guckte sie jedes Mal verständnislos an und wiederholte: „Das ist doch nicht mein Schulranzen! Das ist eine Tasche/Rucksack/Tüüüüte!“ Nach einer halben Stunde und einer total aufgelösten Anna, kam mein Mann auf die Idee, dass der Schulranzen noch in der Schule sei. Damit konnte Anna leben.

Am ersten Tag nach den Weihnachtsferien, wollte sie partout mit Julia und ihrer Freundin zur Schule laufen: „Mama, Du brauchst nicht mitkommen, die Mädels nehmen mich mit!“ Es gab viele Krokodilstränen, als Julia ohne sie losging. Eine Woche lang erzählte Anna ihrer Erzieherin, dass ihre Lehrerin noch im Urlaub sei, deswegen wäre Anna auch noch im Kindergarten, aber ab Montag würde die Schule weitergehen. Ihre Erzieherin bräuchte auch nicht traurig sein, so sei das Leben nun mal (dabei ein für Anna sehr typischer Blick voller Weisheit des Lebens). Wir fürchteten uns alle vor diesem Montag!

Inzwischen hat sich Anna irgendwie mit ihrer Traumschule arrangiert, es ist okay, dass ich sie weiterhin im Kindergarten abgebe, sie geht aber natürlich trotzdem in die Schule. Oft muss sie „Hausis“ machen, dann sitzt sie wichtig am Tisch und macht Hausaufgaben, eben so, wie es die große Schwester ihr vorlebt. Sie hat auch schon Englisch in der Schule und spricht es manchmal den ganzen Tag mit uns. Letzte Woche sprach sie so Englisch: „bdloöajfsdlksnsdflös“ und „hfglöskaslödjsajkl“, sie antwortete uns nur auf Englisch und fragte, ob wir denn kein Englisch könnten, als wir von ihr wollten, dass sie bitte endlich sagt, ob sie Wurst oder Käse auf ihr Brot haben möchte. Irgendwann meinte Julia: „Mama, ich glaube Anna erzählt Quatsch….(kleine Pause und dann:) Oder?“ So ganz sicher ist sich Julia bei Anna auch nicht.

Vorgestern hatte Julia genug von einer Schulgeschichte, die Anna uns immer und immer wieder erzählte. Ihre kleine Freundin Elsa (die Eiskönigin lässt grüßen) ist ein Baby, aber schon in der Schule und sie weint den ganzen Tag und dann erzählte sie, was sie so alles erlebt haben und so weiter und so fort (um Missverständnissen vorzubeugen: es gibt keine reale Elsa in Annas Leben!). Julia wollte auch unbedingt eine Geschichte loswerden, kam aber nicht zu Worte. Irgendwann platzte ihr der Kragen und sie schrie Anna an: „Du bist drei Jahre alt und gehst nicht in die Schule und jetzt hör auf nur Quatsch zu erzählen!“ Daraufhin brach Anna in Tränen aus: „Mamaaaaa, Julia sagt ich gehe gar nicht in die Schuuuuuleee!“

Ganz vorsichtig versuchte ich sie daran zu erinnern, dass sie ja auch tatsächlich in den Kindergarten geht und noch nicht in die Schule. Keine Chance!

Tja, so ist die Lage bei uns im Moment und ich muss sagen, dass mir Julias Rollenspiele mit Pippi Langstrumpf weniger unheimlich waren, obwohl ich manchmal Pippis Haare sein musste, wie ihr Euch sicher von hier erinnert.

Hattet ihr als Kind auch bestimmte Vorstellungen, einen imaginären Freund oder ähnliches, was für andere nicht sichtbar war?

Eure Nunu

Die Lulla geht noch zu Kiddi Kram

 

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9 Gedanken zu “Eine kleine Lulla!

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