#momsrock- das haben wir wirklich gut gemacht!

Zum Jahresende blickt man gerne nochmal zurück. Denkt an gute Momente des Jahres und welche, die man gerne einfach vergessen würde. Das menschliche Gehirn ist zum Glück so programmiert/konstruiert, dass man die miserablen Momente des Lebens viel schneller vergisst und nur die guten im Herzen behält. Aus diesem Grund „war früher auch immer alles viel besser“. Das ist wirklich war, wir würden uns sonst reihenweise umbringen, wenn uns die schlechten Momente und der damit verbundene Schmerz dauerhaft begleiten würden.

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Trotzdem ist es so, dass man sich selber gerne in einem viel schlechteren Licht sieht, als man tatsächlich verdient hätte. Vor allem Frauen neigen dazu (jaja, es gibt natürlich auch bescheidene selbstzweifelnde Männer!) Und unter den Frauen, sind die Mütter diejenigen, die am allermeisten Selbstzweifel haben.

Ständig hat man ein schlechtes Gewissen. Der Arbeit gegenüber, den Kindern sowieso und dem Partner auch manchmal. Oft plagt mich auch das schlechte Gewissen, weil ich es viel zu selten schaffe, mich bei meinen Freunden zu melden.

Ihr kennt das sicherlich, jede von Euch könnte noch viele Situationen beschreiben, in denen man es nicht so gut gemacht hat, wie man gerne wollte (egal was), in der man doch ungeduldiger war, als man gerne sein würde (vor allem dem Kindern gegenüber) und vor allem Situationen, in denen man nicht pädagogisch sinnvoll, sondern einfach vor Wut gehandelt hat.

Aber darum geht es heute, kurz vor Schluss 2014, gar nicht! Wir wollen uns jetzt selbst mal auf die Schulter klopfen! Uns überlegen, was für großartige Mütter, Ehefrauen, Freundinnen und Kolleginnen wir sind. Wie wir die Familie, das Leben und überhaupt alles voranbringen.

Lucie Marshall hat zu einer ganz wundervollen Blogparade eingeladen und da bin ich gerne dabei! Nachdem sie auch voller schlechtem Gewissen beim Kinderarzt war, weil der Husten ihres Sohnes nicht enden wollte, und er ihr sagte, dass sie und ihr Mann sehr viel ganz toll gemacht haben bei ihrem Sohn, kam ihr die Idee. Sie sammelt bis Ende Dezember Beiträge über Eltern, die sich selber mal kräftig auf die Schulter klopfen und veröffentlicht das alles im neuen Jahr, so können wir alle mit viel positiver Energie 2015 beginnen.

Nun also los.

Ich bin auf ganz vieles sehr stolz, was mein Mann und ich in Bezug auf unsere Kinder machen. Mein Mann ist unter der Woche meistens nicht da, auch nicht nachts, trotzdem schafft er es den Draht zu seinen Kindern nicht zu verlieren. Er arbeitet die Woche über hart und vor allem lang, aber am Wochenende möchte er nicht ausschlafen, sondern jede Minute mit den Mädels verbringen. Manchmal ist es schwierig, weil Kinder einen „bestrafen“, wenn man lange nicht da ist und scheinbar nichts mit einem zu tun haben wollen, aber er bleibt dran und schafft es immer wieder den Schutzwall aufzubrechen. Ich finde auch, dass ich die Wochentage ohne ihn sehr gut hinbekomme. Unter der Woche sind wir ein gutes Dreiergespann und am Wochenende sind wir zu viert komplett und perfekt. Das bekommen wir seit Jahren schon sehr gut hin, auch wenn die Zeit, in der er mehr zu Hause ist, natürlich schöner ist.

Julia und Anna sind immer hilfsbereit und sehr gefühlvoll, sie haben beide ein gutes Gespür, wie es anderen Menschen geht. Sie haben beide sehr unterschiedliche Charaktere, aber beide sind immer interessiert an neuen Dingen. Sie gehen offen und neugierig in neue Situationen rein, natürlich jede ihrem Naturell entsprechend. Sie haben beide das Selbstvertrauen (oder das Vertrauen in uns) mit allen Situationen zurecht zu kommen. Das haben wir wirklich gut gemacht und das fällt mir immer wieder an unseren beiden Mädchen auf!

Immer wieder erkenne ich, wie schwierig Erziehung sein kann. Aber für den Moment bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis unserer Bemühungen.

Je älter meine Kinder werden und je mehr anspruchsvolle Situationen ich mit ihnen erlebt habe, umso mehr finde ich auch, dass meine Mutter vieles ganz großartig gemacht hat. Sie hat mich alleine in einem fremden Land großgezogen. Alle Entscheidungen, die ich zu zweit treffen darf, musste sie alleine treffen. Sie war in all den glücklichen und besorgniserregenden Momenten ohne einen Partner an ihrer Seite. Aus mir ist eine glückliche Frau geworden, die gerne an ihre Kindheit denkt, im Leben steht und vor allem mit sich im Reinen ist. Wenn ich mich vor etwas gefürchtet habe, hat sie immer gesagt: „Wenn du es WIRKLICH willst, dann schaffst du das! Ich bin da.“ Und dieser Satz prägt mich noch heute. Das hat sie wahrhaftig toll gemacht! Danke, Mama! Ich hoffe, meinen Kindern das auch vermitteln zu können.

Geht am letzten Tag 2014 nochmal in Euch und denkt an alles, was ihr gut macht. Ich könnte Euch noch viele Beispiele für ganz tolle Mütter aus meinem Freundeskreis nennen. Frauen, die ich bewundere, jede für ihre eigene Art mit Kind, Arbeit, Partner, Haushalt und High Heels zu jonglieren. Aber, da meine Freundinnen auch den Blog lesen, können die sich gerne selber auf die Schulter klopfen.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch, bleibt gesund und wir hören/lesen uns alle 2015 wieder!

 

Eure Nunu

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14 Gedanken zu “#momsrock- das haben wir wirklich gut gemacht!

  1. Hallo Nunu sehr schön geschrieben. Ich bin neugierig, in welchem Land bist du aufgewachsen? Noch mal ein herzlichen Dank für unsere Adventskalenderrunde. Meine Erwartungen waren nicht sehr hoch(beim Wichteln hatte ich immer Pech mit meinem Wichtelpartner), aber ich wurde angenehm überrascht. Im nächsten Jahr bin ich gerne mit in der Runde.
    Wünsche euch einen schönen Silvesterabend und ein gesundes friedvolles Jahr
    Sabine

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