Wunderkuchen und Plätzchen zum Reinlegen

Hier wie versprochen die Rezepte, mit denen ihr jeden Partygast glücklich machen könnt. Sowohl der Kuchen, als auch die Plätzchen sind so variabel, von spritzig-zitronig bis weihnachtlich-gewürzt, könnt ihr sie je nach Anlass und Geschmack verändern.

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Fangen wir mit dem Kuchen an.

 

Der Wunderkuchen

Das braucht ihr:

  • 4 Eier
  • 200g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker (bei fruchtiger Geschmacksrichtung eventuell weglassen)
  • 200ml Öl
  • 1 Päckchen Backplulver
  • 300g Mehl
  • 200ml Flüssigkeit (Milch, Limonade, Saft, Bailey’s etc.)

 

So geht’s:

Eier, Zucker und Vanillezucker richtig schaumig rühren, dann gebt ihr langsam das Öl und die Flüssigkeit dazu und zum Schluß das Mehl mit dem Backpulver nur noch unterheben. Im Rezept steht es soll gesiebtes Mehl sein, ich persönlich habe nie die Geduld mein Mehl zu sieben, empfehle es euch aber natürlich dringend!

Die recht flüssige Mischung kommt nun bei 160 Grad für 45 Minuten in den Ofen. Fertig!

Für eine Schultüte, wie hier, einfach ein schmales mit Backpapier ausgelegtes Blech befüllen, und nach dem Backen diagonal durchschneiden, das ergibt zwei Dreiecke, die jeweils nochmal waagerecht durchgeschnitten, gefüllt und aufeinander gestapelt werden können. Nun noch etwas mit Marzipan, Lebensmittelfarbe etc. dekorieren und fertig ist die Schultüte zum Aufessen. Nur der  rote Teil der Torte im Bild ist auch wirklich die Torte, der weiße Teil ist einfach drapiertes Marzipan. Unter das Marzipan habe ich etwas Alufolie gelegt, um die Form des oberen Teils einer Schultüte hinzubekommen, eine echte Schleife draufgelegt und das war’s. Ich hatte als Flüssigkeit für den „Wunderkuchen“ Cointreau genommen und die einzelnen Schichten mit einer Orangen-Ganache gefüllt. Dafür einfach 200g dunkle Orangenschokolade in 200ml warmer Sahne auflösen, etwas aufschlagen und wieder abkühlen lassen, bis eine gut verstreichbare Creme entsteht. Ganache lässt sich super auf Torten verteilen und zusätzlich hält das Marzipan auch besser an der Torte, so dass sie sich leichter eindecken lässt. Das Reh habe ich aufgezeichnet, womit erkläre ich weiter unten bei den „Lineal-Plätzchen“.

Ihr könnt aber auch den Teig des Wunderkuchens in mehre Portionen aufteilen, jede anders einfärben (in den Farben des Regenbogens zum Beispiel oder als „Ombre-Torte eine Farbe immer intensiver werden lassen) und einzeln in einer 20er Springform backen. Wenn ihr einzelne Schichten machen wollt, nehmt lieber die doppelte Menge an Teig nehmen, die Angaben oben reichen nur für drei Schichten einer 20er Form.  Egal, wie ihr den Teig einsetzt, er wird Euch sicherlich gelingen.

 

Butterplätzchen

Das braucht ihr:

  • 250g weiche Butter
  • 250g Zucker
  • 500g Mehl
  • 2 Eier
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • je nach Jahreszeit: Zimt, Zitronenschalen, Orangenschalen, Ingwer oder ähnliches zufügen.

 

So geht’s:

Wichtig ist, dass die Butter schön weich ist! Dann alle Zutaten gut verkneten und für ca. eine Stunde in Frischhaltefolie eingewickelt in den Kühlschrank legen. den Kühlschrank kann man aber auch mal überspringen, wenn es eilt und bei wem eilt es nicht?

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 3mm dick ausrollen und benötigte Formen ausstechen. Auf Backpapier bei 200* Grad ca. 7-8 Minuten in den Ofen schieben. Sollten sie beim Rausnehmen noch etwas weich sein, ist das okay, sie härten beim Abkühlen weiter aus.

Wenn die Plätzchen richtig ausgekühlt sind, können sie wie im ersten Bild zu sehen mit Fondant oder Marzipan verziert werden

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oder wie bei den Märchenplätzchen zu sehen mit einen Zitronenguss. Das mache ich immer von der Art der Plätzchen abhängig, ist zum Beispiel Zimt drin, passt ein Zitronenguss natürlich weniger.

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In den letzten zwei Tagen erreichten mich viele Anfragen wie ich die Einschulungsplätzchen genau dekoriert hätte, also werde ich es etwas ausführlicher erklären:

Grundsätzlich gibt es Marzipan und Fondant  in fast allen Farben schon fertig eingefärbt. Selber einfärben ist sehr mühsam und meistens ist das Ergebnis suboptimal. Marzipan schmeckt deutlich besser als Fondant, lässt sich aber nicht so gut und dünn ausrollen. Da ist Fondant eindeutig überlegen. Beides bitte immer auf einer großzügig mit Puderzucker bestäubten Arbeitsfläche ausrollen und lieber die Sorte nehmen, mit der ihr Euch auskennt, sonst kann es wie hier böse Überraschungen geben. Es ist schon extrem süß! Bei Plätzchen fällt es nicht so auf und wird mitgegessen, aber so ein Stück Torte ummantelt von Marzipan kann einen ganz schön erschlagen, deswegen seid nicht traurig, wenn die meisten Gäste das Marzipan bzw. das Fondant des Tortenstücks am Tellerrand liegen lassen.

Zitronenguss ist natürlich viel schneller angerührt und schmeckt den meisten gut. Aber die Plätzchen sehen nicht so „perfekt“ damit aus. Natürlich kann man den Guss am Rand des Plätzchens mit einem Zahnstocher auftragen und dann die Mitte quasi mit dem Guss „ausmalen“. Da ich die Plätzchen aber immer mit meinen Kindern backe und der Spaß und die Vorfreude auf das Ereignis im Vordergrund stehen sollen, habe ich das bisher noch nie gemacht. Nun zu den speziellen Plätzchen des letzten Wochenendes.

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Die Stifte:

Ich habe den Teig etwa 3mm dick ausgerollt, Julia hat ihn eher wellig ausgerollt, aber das spielt bei den Stiften keine große Rolle. Dann haben wir mit dem Messer lange Streifen ausgeschnitten und aus jedem langen Streifen mehrere Stifte ausgeschnitten, in dem wir das eine Ende des Stiftes gerade und das andere Spitz zugeschnitten haben. Dekoriert haben wir sie dann einfach mit verschieden farbigem Zuckerguss. Ich nehme zum einfärben nicht die Farben aus dem Supermarkt, die sind oft zu blaß, ich nehme Gelfarben von Wilton oder sugarflair

 

 

Die Lineale:

Diesmal wurden die langen Streifen einfach nochmal gerade durchgeschnitten. Nachdem der gelbe Zuckerguss getrocknet ist, habe ich mit diesem Stift die Striche und Zahlen drauf gezeichnet. Der Stift hat eine dicke und eine dünne Seite und man kann damit wie mit einem normalen Stift malen und schreiben. Für die Torte habe ich das Reh damit gezeichnet und bei den Linealen wie gesagt die Striche und Zahlen. Es gibt alle möglichen Farben, auch Gold und Silber.

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Die Tafeln:

Für die Tafeln schneidet man aus dem ausgerollten Teig mehr oder weniger gleichgroße Rechtecke aus und belegt sie nach dem Auskühlen mit schwarzem Marzipan, welches etwas kleiner ausgeschnitten wird als das jeweilige Plätzchen ist. Dunkelgrünes Marzipan würde sicherlich auch gut passen. Nun kann man mit weißer Schrift Additionen oder chemische Formeln drauf schreiben. Leider gibt es diesen tollen schwarzen Stift (noch?) nicht in weißer Farbe, also nahm ich diese Zuckerschrift, ähnlich der, die man farbig aus dem Supermarkt kennt. Man kann gut damit schreiben, aber die Schrift wird nicht ganz fest, so dass einige Zahlen durch das stapeln in der Dose etwas gerupft aussahen. Dementsprechend müsste man die Schrift erst am Tag der Feier auftragen. so feine Linien, wie mit dem oben genannten Stift bekommt man natürlich auch nicht hin.

Deko2jpeg [640x480]

 

Bis zum Fest unbedingt in gut verschließbaren Dosen aufbewahren und nicht mehr als 2-3 Tage vor dem Ereignis backen, sonst sind sie nicht mehr so schön. Die Plätzchen schmecken übrigens auch undekoriert hervorragend, aber ganz ohne Deko, das können wir hier in dieser Familie nicht. Sogar einfache Butterbrote werden bei uns dekoriert.

Ich hoffe alle Fragen beantwortet und Euch Lust auf diese Leckereien gemacht zu haben. Falls ihr noch Fragen habt, schreibt es in den Kommentaren oder mir eine Mail.

Marzipan und Co. kaufe ich übrigens meistens hier. Es gibt unzählige Anbieter im Internet und auch einige lokale Geschäfte mit einem guten Angebot. Bei Backtraum geht der Versand immer wahnsinnig schnell, oft sind die Artikel nach 2  Tagen da und sollte es mal ein Problem geben, rufen sie einen auch mal an und man sucht gemeinsam nach einer anderen Farbe oder so. Schneller Versand ist bei mir immer wichtig, denn mich überrascht regelmäßig wie nah das nächste Ereignis doch schon wieder ist und in meinem Keller die gewünschten Materialien gerade zufällig wieder leer sind.

Was sind Eure Lieblingsrezepte zu Feierlichkeiten? Wo kauft ihr Kuchenmaterialien ein?

 

Eure Nunu

 

 

 

 

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9 Gedanken zu “Wunderkuchen und Plätzchen zum Reinlegen

  1. Schönen guten Morgen! 🙂
    Musste grad schmunzeln…. Gesiebtes Mehl, jaja, mach ich auch nie. Klappt prima ohne, aber empfehlen schadet nicht, hihi 😀
    Um diese Zeit beginne ich meist schon, mich nach Rezepten für die Weihnachtsbäckerei umzusehen. Wir haben ein paar Rezepte (Vanillekipferl, Lebkuchen, Rumkugeln, Linzer,….), die jedes Jahr dabei sein müssen, und dann testen wir immer wieder Neue dazu.
    Unterm Jahr backe ich eigentlich eher Kuchen oder Cookies. Da hab ich meist nicht die Zeit, zum Ausstechen und verzieren usw.

    Vielen Dank für die Rezepte und Erklärungen!
    Lg Sandy

    Gefällt mir

  2. Eine meiner liebsten aufmerksamen Leserinnen ist doch jetzt tatsächlich aufgefallen, dass ich das Ei im Rezept für die Butterplätzchen vergessen habe….steht jetzt drin.
    Falls ihr Plätzchen backen wollt, bitte unbedingt mit Ei!!!
    Sorry! Und danke Jessi!
    Nunu

    Gefällt 1 Person

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