Loom-Boom

Seid ihr auch schon total im Loomfieber? Das sind diese kleinen wahnsinnig bunten Gummiringe, aus denen man Armbänder machen kann. Sie werden im Prinzip gehäkelt. In Stuttgart tragen gefühlt ALLE Kinder und die meisten Eltern diese Armbänder, umso erstaunter waren wir, dass der Trend in Berlin noch nicht so stark angekommen zu sein scheint.

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Alle tragen Loombänder

 

Julia bastelte einige Male ein Armband als Mitbringsel, wenn wir ihre Freunde besuchten und sie hatten es entweder noch gar nicht gesehen oder gerade erst kennengelernt. Freut mich ja, wenn ich aus Stuttgart einen Trend in die Hauptstadt bringen kann, denn inzwischen haben uns schon einige Bilder aus unserem Berliner Freundeskreis erreicht, auf denen Kinder zu sehen sind, die schwer vertieft sind und neben ihnen viele viele bunte Ringe.

Diese Plastikbänder sind jedenfalls auch high-society fähig. David Beckham, Kate aus UK, und noch einige andere Prominente wurden schon mit Loombändern fotografiert.

Während der WM waren die Väter ganz heiß auf schwarz-rot-gelbe Armbänder, inzwischen trägt mein Mann auch oft ein schwarz-weißes. Obwohl diese Gummiringe wirklich billiges Plastik sind, sehen die fertigen Bänder schön aus, sie sehen nicht billig aus. Man kann sich je nach Outfit das passende Band zusammenstellen. Das machen meine Töchter auch, so dass hier im 20 Minuten-Takt neue Bänder entstehen.

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Loom mit pink für die Hose, blau und gelb passend zum Shirt!

 

Es gibt zwei verschieden Arten des Zusammenknüpfens. Die einfachere Variante schafft schon die kleine Anna mit 2,5 Jahren, wenn ich ihr etwas helfe, die etwas schwierige Variante konnte Julia nach ca. 10 Gummiringen auch. Diese Version nennt sich dann Fischgrätmuster und ist wesentlich chicer.

Falls ihr es bisher verpasst habt, hier eine kleine Anleitung.

Es gibt ein komplettes Set mit einem Rahmen etc., das wird dann besonders notwendig, wenn ihr auch Tiere herstellen möchtet. Für die Anfertigung von Arm- oder Halsbändern reichen zwei Stifte, eine Häkelnadel und eine Packung bunter Gummiringe. In der Packung Gummiringe sind meistens noch eine Plastikhäkelnadel und Verschlüsse enthalten.

Einfache Variante für den Start und für kleinere Kinder:

Den ersten Gummiring in den Verschluss legen, überkreuzen und dann das zweite Ende ebenfalls in den Verschluss legen, man erhält eine Art Schlaufe.

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Entweder geht man nun mit der Häkelnadel durch diese Schlaufe durch, zieht einen neuen Gummiring (hier pink) durch und nimmt das zweite Ende des Ringes auch auf die Nadel oder man steckt einen zusammengedrückten Gummiring (hier blau) einfach durch die Schlaufe und nimmt beide Enden in die Hand.

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So macht man immer weiter, bis die gewünschte Länge erreicht ist. Um den Umgang mit der Häkelnadel zu lernen und die Feinmotorik zu schulen, ist es sinnvoll mit der Häkelnadel zu arbeiten. Einfacher ist es aber mit den Fingern. Julia fühlt sich gleich ganz wichtig, wenn sie die Nadel in der Hand hat. Für kleinere Kinder ist es aber wichtig, überhaupt ein Armband herstellen zu können, da würde ich es mit der Hand fädeln.

Ist die gewünschte Länge und Farbkombination erreicht, dann wird der letzte Ring auch wieder in den Verschluss gefädelt und man kann sich dem nächsten Schmuckstück widmen.

 

Fischgrätmuster für größere Kinder:

Den ersten Gummiring (hier gelb) legt man in Form einer Acht um zwei Bleistifte.

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Nun fädelt man zwei (!) Gummiringe derselben Farbe (hier orange) an einem Stift vorbei durch den Ring, so wie es auf dem Bild zu sehen ist und nimmt alle vier Enden auf die Häkelnadel.

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Ab jetzt wird wieder nur ein Gummiring genommen, jedoch immer zwei derselben Farbe hintereinander. Hier wird also rosa mittels der Häkelnadel durch alle vier orangenen Enden gezogen. Auf der Nadel sind jetzt zwei rosa Enden, man nimmt aber noch die beiden äußeren orangenen Enden mit dazu, so dass es auf der Nadel so aussieht:

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Zwei rosa außen, zwei orange innen, die ganz innenliegenden orangenen Enden werden einfach fallengelassen.

So fährt man fort, bis auch wieder die gewünschte Länge erreicht ist.

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Dann wird der letzte Gummiring durch alle durchgezogen, so dass man nur zwei Enden auf der Häkelnadel hat und diese in den Verschluss hängen kann. Auf die andere Seite des Verschlusses kommt der Gummiring, der an den Stiften befestigt ist.

Fertig! Anziehen, loben lassen und genießen.

Außer Armbändern kann man auch viele verschiedene Tiere basteln oder wie hier  erklärt sogar Papa Schlumpf!. Dazu braucht man aber tatsächlich den „Loom“, also den Rahmen und muss sich die Anleitungen entweder bei Youtube oder für den Schlumpf bei Anjas Schnippselkiste anschauen. Für ganz gewagte Urlaubsfotos gibt es noch die Möglichkeit eines Bikinis  aus Looms, man braucht etwa 3000 und Lust auf Neues, aber das haben wir ja alle!

Kleine Anekdote noch zum Schluß. Der Sohn (8 Jahre alt) einer Freundin hatte Besuch von einer Klassenkameradin. Er war seit geraumer Zeit auf der Toilette verschwunden und die Mutter fragte die kleine Freundin, ob alles in Ordnung wäre. Ihre Antwort:“ Ja, alles okay, ich suche nur seine Gummis!“

Nun fragt sich diese Mutter, ob sie sich in einigen Jahren über diese Antwort ebenso freuen wird…der Leser möge sich selber diese Frage beantworten…

Seid ihr dem Loomfieber auch schon verfallen? Regenbogen, zweifarbig oder kunterbunt? Welchem aufmerksamen Leser ist der Wechsel der Nagellackfarbe aufgefallen? Ja, ja, nicht alle Beiträge lassen sich an einem Tag vorbereiten, die Kinder wollten ihre Häkelnadel zurück…tsss…

 

Eure Nunu

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3 Gedanken zu “Loom-Boom

  1. Pingback: Was kommt in die Schultüte? | Nunu loves

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