Vom Kuchen, der fast im Mülleimer landete

Heute hat ja nun der kleine Strahlemann seinen 2. Geburtstag und ich hatte angeboten mich aufgedrängelt auch einen Kuchen zu backen. Das Motto der Party sind „Tiere“, er liebt alle Tiere und am allerliebsten Schleichtiere in einer Reihe um sich herum.

Zu Julias 2. Geburtstag hatte ich den kleinen Elefanten aus der „Sendung mit der Maus“gebacken. Das Rezept und die Idee hatte ich hier gefunden. Damals habe  ich mich an  das Originalrezept gehalten. Es war meine erste Motivtorte und mein erster Kontakt zu Marzipan. Ich färbte noch mühsam das beige Marzipan aus dem Supermarkt mit Lebensmittelfarbe ein und hatte danach eine ziemlich blaue Küche. Inzwischen weiß ich, wo man fertig gefärbtes Marzipan oder Fondant kaufen kann und habe schon etliche Torten damit eingedeckt.

Jedenfalls fiel mir dieser Kuchen ein und ich fand, dass er gut passen würde. Seit Wochen wusste ich ja nun, dass der Geburtstag heute ist, aber natürlich bestellte ich das Marzipan erst am Montag und da gab es schon das erste Problem. Die Marzipansorte, die ich immer nehme, war gerade in blau ausverkauft, aber es gab eine andere Sorte, von einer anderen Firma. Ich bestelle sehr oft  bei „Backtraum“. Die Preise sind gut und sie liefern wirklich fix, da ich fast immer sehr spät dran bin, hat mich diese schnelle Lieferung, auf die man sich verlassen kann, schon einige Male gerettet.  Ich traute mich nicht, woanders das gewohnte Marzipan zu bestellen, da ich Angst hatte, es würde zu spät kommen, also probierte ich die andere Sorte aus.

Geliefert wurde Mittwoch, so dass ich überglücklich dachte, es könne nichts mehr passieren. Ist ja schon irgendwie ungünstig, wenn man Kuchen ankündigt und dann nichts vorweisen kann, weil man zu spät bestellt hat.

Als Kuchen nahm ich diesmal einen Zitronenkuchen, den essen die meisten Kinder ja gerne. Ich färbte ihn in der Art eines Papageienkuchens eins. Das macht sich immer besonders gut, wenn über den Kuchen noch eine Deckschicht aus Marzipan oder Zuckerguss kommt, so dass man ihm seine Farben nicht gleich ansieht. Wird er dann angeschnitten, gibt es die Überraschung in Form der leuchtenden Farben.

2014_07_11

Ab da wurde es kompliziert. Das Marzipan war ganz schwierig zu verarbeiten, es klebte beim Ausrollen ständig an der Unterlage und als ich es soweit ausgerollt hatte, dass ich es über den Kuchen heben konnte, riss es an mehreren Stellen ein. Mit vier Händen mussten wir die Marzipandecke vorsichtig über den Kuchen heben und hatten trotzdem wahnsinnig viele Risse und Löcher drin. Das ist mir noch nie passiert. Ich versuchte die Löcher zu reparieren, aber das sah nicht schön aus. Ich war kurz davor den ganzen Kuchen in den Mülleimer zu schmeißen. Aber wo sollte ich so schnell einen Neuen herbekommen? Strahlemanns Mutter tröstete mich, dass der kleine Mann die Risse nicht bemerken wird und ich ihn bitte hergeben soll. Irgendwann beschloss ich, mangels realistischer Alternative, ihr zu glauben und versprach für nächstes Jahr einen hübscheren Kuchen. Mein Mann brachte den faltigen Elefanten also heute Morgen schon rüber und so konnte er auf doch auf den Geburtstagstisch statt in die Tonne, heute Nachmittag wird er dann angeschnitten und aufgegessen.

2014_07_11c 2014_07_11a

 

Moral von der Geschichte: Keine Experimente beim Material und Zutaten rechtzeitig besorgen! aber wer wird sich dran halten?

Was macht ihr mit misslungenen Kuchen? Trotzdem auf den Tisch oder den nächsten backen?

 

Eure Nunu

Advertisements

8 Gedanken zu “Vom Kuchen, der fast im Mülleimer landete

  1. Der sieht supersûss aus! Ich bin ebenso eine perfektionistin wie du. Deshalb verstehe ich dich SEHR gut. Aber der sieht echt gut aus!

    Bislang hats irgendwie letzten endes doch hingehauen, aber wenn nicht: cakepops aus verunglückten kuchen sind immer eine option 

    Liebste grüße…n.

    Gefällt mir

  2. Zum Thema missratener Kuchen kenne ich auch eine kleine Anekdote: Meine Eltern waren mit mir im Urlaub und meine Schwester blieb alleine zu Hause (auf eigenen Wunsch). Sie wollte uns bei unserer Rückkehr überraschen und einen Kuchen mit eingelegten Kirschen backen. Wer weiß, was schief lief, aber jedenfalls brach die obere Schicht so auf, dass die „Kruste“ des Kuchens als handtellergroßer Fleck in einer Suppe von Kirschsaft schwamm.
    Kurzerhand nahm meine Schwester ein Papierfähnchen, schrieb Inselkuchen darauf und piekste es in den Kuchen. Ob missraten oder nicht – alles Ansichtssache!

    Gefällt mir

  3. Pingback: Wunderkuchen und Plätzchen zum Reinlegen | Nunu loves

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s